Glasfaser vs. DSL: Lohnt sich der Wechsel wirklich?
DSL hat in den 2000ern Deutschland online gebracht. 25 Jahre später ist es ein technologisches Auslaufmodell. Wir zeigen, was Glasfaser konkret besser macht — und in welchen Fällen DSL noch reicht.
Bandbreite: 100x mehr ist normal
Typischer VDSL-Anschluss: 50 bis 250 Mbit/s im Download, 10 bis 40 Mbit/s im Upload. Typischer FTTH-Anschluss: 250 Mbit/s bis 10 Gbit/s — und Upload identisch zum Download.
Wenn du Cloud-Backups, Videocalls in 4K, Streaming auf mehreren Geräten parallel oder Smart-Home-Integration nutzt, merkst du den Unterschied schon bei normaler Nutzung.
Latenz: weniger Lag, vor allem im Upload
VDSL-Latenz liegt bei 15–30 ms im Idealfall, unter Last gerne mal 60 ms. FTTH liefert konstant 2–5 ms zum nächsten Knoten. Für Video-Calls, Online-Gaming und Smart-Home merklich.
Symmetrie: Upload zählt mehr als du denkst
- Cloud-Backups (Fotos, Dokumente) laufen 5–20× schneller
- Videocalls bleiben auch in 1080p ruckelfrei, wenn Familie parallel streamt
- Foto- und Video-Sync vom Smartphone passiert in Sekunden
- Server-Anwendungen (Heim-NAS, Self-Hosted) werden überhaupt erst praktikabel
Stabilität: weniger Wettereinfluss
Kupfer-DSL ist anfällig für Feuchtigkeit, Korrosion, Übersprechen aus parallelen Adern. Glasfaser ist gegenüber elektromagnetischen Störungen immun — Bandbreite und Latenz bleiben über Jahre konstant.
Praktisch: weniger Anrufe beim Provider, weniger Router-Reset, weniger 'Internet ist langsam'-Diskussionen am Esstisch.
Preis: vergleichbar oder günstiger
1 Gbit/s symmetrisch FTTH liegt aktuell bei 50–70 €/Monat. 250 Mbit/s VDSL beim selben Carrier bei 40–55 €/Monat. Pro Mbit/s ist Glasfaser deutlich günstiger.
In der Vorvermarktung ist der Hausanschluss zudem kostenlos — die einmaligen Investitionen entfallen vollständig.