Gf-AP: Der Glasfaser-Abschlusspunkt im Detail
Der Gf-AP (Glasfaser-Abschlusspunkt) ist die Wandbox, an der die einlaufende Glasfaser vom Carrier gespleißt und mit Patch-Ports an die Inhausverkabelung übergeben wird.
Aufbau eines Gf-AP
Außen: Kunststoffgehäuse mit Gummidurchführungen für Faser-Eingang und Patchkabel. Innen: Spleißkassette mit gespleißten Faserpaaren auf SC/APC-Adapter, Patch-Bereich für Ausgangs-Verbindungen.
Bei modernen Modellen ist Platz für 2–4 Faserpaare im EFH, im MFH-Variante 12+ Faserpaare.
EFH- vs. MFH-Ausführung
- EFH-Gf-AP: 1–2 Faser-Paare, kompakt (ca. 20 × 15 cm)
- Klein-MFH (4–12 WE): 4–12 Faserpaare im 19''-Format
- Groß-MFH (>12 WE): Verteilerschrank im Steigzonen-Bereich
- Industrie/Gewerbe: oft separate Ausführung im Technikraum
Foto-Doku in der Auskundung
Carrier verlangen vor und nach der Installation Fotos des geplanten Standorts. Trassenpilot dokumentiert: Wandfoto vor Montage, Hindernisse, Maßband-Bezug, Nähe zur Stromsteckdose.
Format: meist JPEG mit GPS-Stempel, automatisch in TekEx zugeordnet zur Adresse.
Häufige Probleme im Bau
Wandstärke unterschätzt: Spülbohrung notwendig, Kosten steigen. Stromsteckdose nicht in Reichweite: nachträgliche Verlegung. Asbest- oder PCB-Wand: Fachfirma erforderlich.
Lösung: alle drei Punkte in der Auskundung explizit dokumentieren.