Glasfaser-Hauseinführung: Bohrung, Dichtung und Doku
Die Hauseinführung verbindet die Erdtrasse mit dem Hausinneren — gas-, wasser- und radondicht. Wer hier schlampt, hat Wassereintritt im Keller und Reklamationen vom Eigentümer.
Bauarten der Hauseinführung
- Standard-HEK (Hauseinführungs-Kombination): typ. 110 mm Kernbohrung mit Mehrkanal-Dichtung
- Mehrsparten-Hauseinführung: kombiniert Strom, Wasser, Gas, Telekom
- Spülbohrung in den Keller: bei Pflasterung oder Bodenversiegelung
- Aufputz/Außenwand: nur bei Sonderfällen mit Wetterschutz
Dichtsysteme im Detail
Standard sind elastomerbasierte Mehrkanal-Dichtungen mit Schraubpressung — z. B. Hauff-Technik HSI 150, DOYMA Curaflex. Sie dichten gegen Druckwasser bis 1 bar.
Wichtig: Dichtung muss zur Faseranzahl und Speedpipe-Größe passen. Bei nachträglicher Erweiterung Dichtung tauschen, nicht 'irgendwie reinquetschen'.
Fotos und Skizze in der Auskundung
Foto innen: Wand mit Maßband-Bezug, mögliche Hindernisse (Heizungsrohre, Stromleitungen). Foto außen: Wandsockel mit Eintrittspunkt-Vorschlag.
Skizze: Maße zur nächstgelegenen Außenecke, Distanz zum Strom-Hausanschluss, Wandstärke geschätzt.
Spezialfälle
Altbau mit dicker Bruchsteinmauer: Spülbohrung mit Diamantkern, oft >1 m Tiefe. Holz-/Fertighaus: vorgesehene Schächte in Bodenplatte oder Wand. Denkmalschutz: Auflagen prüfen, oft nur Außenecken zulässig.