Glasfaser im Einfamilienhaus: So läuft Auskundung, Bau und Aktivierung
Im Einfamilienhaus ist der Glasfaseranschluss überschaubar: ein Eigentümer, ein Anschluss, eine Hauseinführung. Trotzdem entscheiden Auskundung und Doku darüber, ob der Bau in einem Tag erledigt ist — oder Wochen kostet.
Der Standard-Ablauf
- Anschreiben oder QR-Code-Buchung mit Terminvorschlag.
- Vor-Ort-Begehung: Hauseinführung definieren, Foto und Skizze, Eigentümererklärung unterschrieben.
- Tiefbau auf öffentlichem Grund (NE3) — meist 1–4 Tage je Cluster.
- Hauseinführung am Bautag: Bohrung, Setzen, Faser einziehen.
- Spleißung am Verteiler, OTDR-Messung, Aktivierung.
Was am Auskundungstag wichtig ist
- Eigentümer trifft Entscheidung: kostenlos in der Vorvermarktung oder später
- Hauseinführungspunkt wird gemeinsam festgelegt
- Foto-Doku innen + außen, Maßband-Bezug
- Eigentümererklärung mit Unterschrift
- Optional: Termin für Bautag direkt mit dem Eigentümer abstimmen
Häufige Stolpersteine
Der Eigentümer ist nicht zu Hause: Anschreiben mit drei Touchpoints (Brief + QR-Code + Telefon-Follow-up) erhöht die Quote von 60 % auf 92 %.
Hauseinführung kollidiert mit Hausgarten/Pflasterung: Spülbohrung statt offener Tiefbau, dokumentiert in der Skizze.
Stromanschluss am ONT-Standort fehlt: Verlängerungsbedarf in der Doku festhalten.
Was kostet der Anschluss?
In der Vorvermarktung kostenlos. Nachzügler: 800–2.500 €. Sonderfälle (lange Trasse >20 m, schwieriger Untergrund): Aufpreis je Meter.
In der Praxis ist die Auskundung der entscheidende Hebel — präzise dokumentierte Hauseinführungen sparen am Bautag mehrere Stunden Korrektur.