KMZ, Shapefile, GeoJSON: Geo-Daten-Formate im Glasfaserbau
Carrier wollen Geo-Daten — aber nicht alle wollen das gleiche Format. KMZ für visuelle Prüfung, Shapefile für GIS-Profis, GeoJSON für moderne Web-Tools.
KMZ — Google Earth Standard
KMZ ist die gepackte Version von KML (Keyhole Markup Language). Lesbar in Google Earth, Google Maps, vielen Mobile-Apps.
Vorteile: einfach, visuell, plattformübergreifend. Nachteile: keine Standard-Attributstruktur, kein offizielles Datenmodell.
Shapefile — der GIS-Klassiker
- Format: .shp + .dbf + .shx + .prj (mehrere Dateien zusammen)
- Lesbar in QGIS, ArcGIS, allen GIS-Tools
- Standard im Vermessungswesen und bei Carriern
- Limitierung: 2 GB Größe, bestimmte Encoding-Eigenheiten
- Wichtig: Koordinatensystem (.prj) immer beilegen
GeoJSON — modern und einfach
Reines JSON-Format mit Geo-Erweiterung. Lesbar in Web-Browsern, Leaflet, Mapbox, modernen GIS-Tools.
Vorteile: textbasiert, gut versionierbar, Web-freundlich. Nachteile: bei großen Datasets weniger performant als binäre Formate.
Was Carrier verlangen
Telekom/GlasfaserPlus: Shapefile als Standard, KMZ als Sekundär. UGG/Meridiam: oft GeoJSON oder beides. GVG: Shapefile mit definierter Attributstruktur.
Trassenpilot/TekEx exportiert alle drei Formate parallel — der Carrier nimmt, was er will.