Trenching vs. Spülbohrung: Welches Verfahren wann?
Trenching und Spülbohrung sind die zwei wichtigsten Alternativen zum offenen Tiefbau. Sie ersetzen einander nicht — sondern lösen unterschiedliche Probleme.
Trenching: für Längstrassen auf Asphalt
Schmaler Schlitz (6–15 cm) wird in die Asphaltdecke gefräst, Speedpipe direkt verlegt, Verfüllung mit Mörtel oder Polyurethan. Tempo 200–500 m/Tag.
Anwendungsfall: lange asphaltierte Straßen mit guter Decke, wo offener Tiefbau zu teuer wäre.
Spülbohrung: für Querungen
Spülbohrkopf wird horizontal durch den Boden geführt — typisch 5–80 m am Stück. Anschließend wird die Speedpipe eingezogen.
Anwendungsfall: Querungen unter Straßen, Bahn, Bach, Wurzelbereichen — überall, wo offener Tiefbau nicht genehmigt würde.
Vergleichstabelle
- Tempo: Trenching 200–500 m/Tag, Spülbohrung 50–100 m/Tag
- Kosten: Trenching 30–60 €/m, Spülbohrung 30–150 €/m je nach Untergrund
- Tiefe: Trenching 30–40 cm, Spülbohrung 1–4 m
- Anwendung: Trenching = Längsstrecke, Spülbohrung = Querung
- Genehmigung: Trenching kommunal variabel, Spülbohrung meist breit zugelassen
Kombination im Tagesgeschäft
In der Praxis werden beide Verfahren kombiniert: Trenching auf langer Hauptstraße, Spülbohrung an jeder Kreuzungs-Querung.
Trassenpilot dokumentiert die Verfahrenswahl je Abschnitt automatisch in TekEx — wichtig für die spätere Mengenabrechnung.